Veit Etzold - Spiel des Lebens

| 02 April 2013 | , , |
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Willkommen im Spiel des Lebens, Emily. Du hast die Wahl. Sieg oder Tod, liest Emily völlig fassungslos auf dem zerknüllten Zettel in ihrer Hand, und damit geht der Horror los. Ein Psychopath jagt sie durch ganz London und stellt sie vor unbegreifliche Rätsel. Falls sie diese nicht in der vorgegebenen Zeit löst, gibt es einen Toten. Der Killer treibt Emily an den Rand des Wahnsinns. Wer ist dieser Irre? Und warum hat er ausgerechnet sie für sein mörderisches Spiel ausgewählt?

Das Cover und überhaupt die gesamte Aufmachung des Buches ist wunderschön. Es ist in Lilatönen gehalten, allerdings mit ein paar blauen Tupfern. Am Buchschnitt sieht man die Londoner Skyline, was ich wirklich toll finde, weil es so unkonventionell ist. Und wenn man das Buch dann aufklappt, sieht man nochmal die Skyline, aber tausendmal schöner. Auch in Lila, diesmal aber viel schöner ausgebaut.
Der Schreibstil des Autors weist ein paar Macken auf, das muss ich schon sagen. Während ich las, fielen mir immer wieder viele Wiederholungen auf, die mich schon gestört haben. Manchmal kamen auch Szenen, da musste ich mache Sätze öfter lesen, damit ich sie überhaupt verstehe. Ein paar Mal schweift der Autor in ellenlange Beschreibungen von Gedanken und Gefühlen, die einfach unnötig sind. Dadurch, dass immer wieder aus der Sicht des Psychopathen erzählt wird, war für mich auch schnell klar, wer der Killer ist, was ich schade fand. Irgendwie fiel dann für mich die Spannung und ich dachte nur: Es ist er, es ist er, wieso merkt Emily das nicht? Es ist so offensichtlich!
Die Hauptperson Emily kommt mir psychisch echt stark vor. Möglicherweise liegt das daran, das man als Leser nicht sehr viel von ihren Gefühlen mitbekommt. Es ist zwar klar, dass sie Angst hat, aber direkt wird das nirgendwo beschrieben.
Mir ist aufgefallen, dass sie trotz ihres Wissens um "Lost Paradise" immer wieder bei den Rätseln zögert, die Antwort zu sagen. Die Zeit läuft und sie macht sich Gedanken darum, ob es wahr oder falsch ist, anstatt es einfach ins Telefon zu schreien, damit niemand stirbt, wie ich es wohl gemacht hätte.
Die Handlung ist an sich spannend aufgebaut. Ich habe immer mit Emily mitgefühlt, und gefürchtet, was nun als nächstes kommt. Die Liebesgeschichte zwischen Emily und Ryan hat das Ganze noch ein wenig gewürzt, und ich finde es toll, dass ein paar wichtige Wahrzeichen Londons vorgekommen sind. 5 Zauber waren es nicht, aber es ist ein solider Thriller, der auf jeden Fall Jugendliche anspricht.
Ich vergebe 4 von 5 Herzchen!

Autor: Veit Etzold
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Englische Literatur, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management, unter anderem auch am King’s College in London. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Er arbeitete für Medienunternehmen, Banken, in der Unternehmensberatung und an Universitäten in Berlin, Frankfurt, London, New York und Barcelona. Veit Etzold lebt in Berlin.


Titel: Das Spiel des Lebens (Teil einer Reihe)
Seitenanzahl: 352 Seiten
Verlag: Egmont Ink Verlag
Preis: - Taschenbuch: 14.99€
          - eBook: 13.99€
Leseprobe: Hier

 
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Egmont Ink Verlag für dieses Rezensionsexemplar bedanken.
 
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