Andrea Schacht - Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt (01)

| 13 April 2013 | , , |
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Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Alles geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems „New Europe“. Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebellen aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Aber schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie vernichten zu wollen. Zum Glück hat sie Freunde an ihrer Seite – und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt ...
 
Im Cover sieht man einen Wald und rosa Blätter, die zu Boden fallen. Ich finde, es sagt eigentlich nicht viel aus, bevor man es gelesen hat, aber als ich es angesehen habe, nachdem ich durch war, erkannte ich vieles wieder. Aber dazu will ich nichts mehr sagen, ich will ja nicht spoilern! ;)
Ich will nur sagen, dass es wirklich schön gestaltet ist und dass es sich stark auf die Geschichte bezieht. Auch zum Titel passt es ein wenig, denn im Wald, nur ein abgeschiedenes Holzhaus, da kann man sich schon wie am Ende der Welt fühlen!
Die Hauptprotagonistin Kyria kam mir am Anfang kühl und distanziert vor, weshalb die ersten Seiten etwas schwer zu lesen waren. Sie ist nur langsam aufgetaut und durch ihre leicht sarkastische Art konnte ich sie mit jeder Seite mehr leiden. Ich konnte mich trotzdem nicht so recht mit ihr identifizieren, weil - meiner Meinung nach - ihre Panik und Ängste während ihrer Zeit im Reservat und als die Geheimnisse gelüftet wurde, nicht genug beschrieben worden sind. Deshalb kam mir ihr ganzer Charakter irgendwie etwas oberflächlich vor.
Der Schreibstil gefällt mir nicht so gut. Zum einen sind die Sätze meist abgehackt, was nicht so flüssig zu lesen ist und zum anderen sind die Sätze auch so furchtbar kompliziert formuliert. Ich weiß, die Hauptperson (Kyria) gehört(e) zu den vornehmeren Kreisen, aber mal im Ernst: Auf diese Weise denkt doch niemand!
Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, aber ich konnte mich nicht so recht in Kyria hineinversetzten, obwohl ich sie immer mehr mochte.
Die Handlung ist trotz allen Fehlern an sich schon spannend . Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse entdeckt, die Kyrias Leben total umkrempeln. Aber eben durch diesen vornehmen und komplizierten Schreibstil konnte ich mich nicht so recht konzentrieren und wurde dazu verleitet, mache Stellen zu überfliegen. Dann musste ich mich zusammenreißen und diese Sätze nochmals lesen (ich will schließlich keine Details verpassen).
Fazit: Alles in Allem kann ich das Buch trotz einigen Fehlern denjenigen empfehlen, die sich wirklich stark auf die Geschichte konzentrieren können und die neugierig auf den Inhalt sind. Die Liebesgeschichte zwischen Kyria und Reb und ihre Streiterei bringt noch Pepp in das Ganze rein. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt: 4 von 5 Herzchen!
 

Autorin: Andrea Schacht
 
Nach dem Studium von Werkstofftechnik und Betriebswirtschaft arbeitete Andrea Schacht im industriellen Großanlagenbau. Dann wurde sie 1994 freie Schriftstellerin. Im Urlaub hatte ein Hotelkater ihre Fantasie beflügelt und sie zu ihrem ersten Roman "Der Tag mit Tiger" inspiriert. Inzwischen widmet sich Andrea Schacht primär historischen Themen wie in den Geschichten um die aufmüpfige Kölner Begine Almut Bossart. In vielen ihrer Romane spielen Katzen eine wichtige Rolle - auch angeregt durch die eigenen Hausgenossen.
 
 
 
 
Titel: Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt
Seitenanzahl: 384 Seiten
Verlag: Egmont Ink
Preis: Hardcover: 17.99€
Leseprobe: Hier
 
 
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Egmont Ink Verlag für dieses Rezensionsexemplar bedanken!
 
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